Donnerstag, 30. Juli 2020

Oldie, die soundsovielte

Seit mein Papa verstorben ist, quäle ich mich manchmal mit den täglichen vierstündlichen Besuchen bei meiner Mutter ab. Meistens ist es eh unproblematisch, oft ärgere ich mich aber über ihre blödsinnigen Aussagen. Früher hat sie halt der Papa mit den Worten "was redest denn jetzt schon wieder für einen Schwachsinn" eingebremst, jetzt bleibts an mir hängen. Und machmal bringe ich es auch fertig, nichts darauf zu sagen, auch wenns mir schwer fällt.

Kleine Beispiele gefällig?

Sie findet seit neuestem den Badeanzug so umständlich anzuziehen, sie geht nicht ohne ins Wasser, was sie aber jetzt zwei Jahre lang täglich mehrmals gemacht hat - vorher aber auch schon, nur nicht so oft. Da fallen dann Worte wie "Was sagen denn dann die Leute?" Zur Erklärung: sie lebt im Haus am See. Dass sie sich vor dem Freund meiner Tochter aber einfach so auszieht und dann splitternackt herumsteht, stört sie aber nicht. Da nützt nicht einmal dass D. dann betreten wegschaut oder sogar weggeht.

Sie hat Freunde - die einzigen, die noch kommen. Plötzlich kommen die auch nicht mehr so oft, sagen mir am Telefon, dass die Mama schon wieder untergriffig war, so kritisiert sie die Freundin, aber nicht lieb uund nett, sondern bös - so wie sie es bei mir auch immer weder macht. Wenn ich dann frage, wieso die nicht mehr kommen (ich weiß es ja eh von ihnen, warum), dann meint die Mama: "Wahrscheinlich hast DU (also ich) was mit ihnen gehabt!

Manchmal ist sie sehr "charmant", sie sagt zB zu mir, dass mein Parfum so "stinkt" ist, dass ihr das Essen wieder hochkommt (naja, so charmant hat sie es eh nicht gesagt). Dass ich aber gar kein Parfum verwende, sondern hab nur ganz frisch gewaschenes Gewand anhabe und das gleiche Waschmittel wie sie verwende, zählt nicht. Dass sie sich - seit mein Papa nicht mehr unter uns ist - mit einer Duftwolke aus seinem (!) After Shave umgibt, riecht sie nicht.

Tja, das Alter. Ist aber sehr oft beleidigend, was man da so hören muss.

Samstag, 25. Juli 2020

Förderungen?

Es wird immer nur geredet und NICHTS getan. 

Vielen Betrieben wurden gar keine Unterstützungen ausgezahlt. Einigen aber dafür umso mehr.

Man hätte die Verteilung der Förderungen und Kredite, die man wahrscheinlich eh alle bis auf den letzten Cent zurückzahlen muss, nie der Wirschaftskammer überlassen dürfen, sondern dem Finanzamt. 

Die WKO hat mir zB eine Unterstützung untersagt, weil ich vorausschauend den Gewerbeschein ruhend gemeldet habe (damit ich nicht in Gefahr komme, mit den Sozialversicherungsbeiträgen ins Schleudern zu kommen. Dadurch, dass meine Kunden jetzt erst Rechnungen bezahlt haben, die in den coronafreien Monaten ausgestelt wurden, wurde die UST fällig und diese musste nun ohne Hilfe des Staates bezahlt werden. Stunden hab ich es mir auch nicht lassen, denn irgendwann müsste ich es ja soundso bezahlen. 

Es wurde von Zahlungserleichterungen gesprochen, das wurde nicht eingehalten. Da wurden zB GIS, Kirchensteuer und Kredite fällig gestellt, Rauchfangkehrerkosten wurden erhöht. Es ist zum Kotzen!