Freitag, 15. April 2016

Nachbarschaft

Auch nett, wenn der Köter des Nachbarn schon um 7.30 Uhr derart auszuckt, nur weil ein Zettelverteiler mit dem Rad unterwegs ist. Ich dachte ja, der frisst ihn gleich. Und wenn das Gebelle und Gekläffe dann auch noch nicht aus ist und man (bei gekipptem Fenster) laut fragt, wann denn diese Keiferei endlich aus ist, ist es auch besonders nett, wenn der Besitzer des Kläffers "Hoit dei Pappn" in Richtung Schlafzimmerfenster zurückschreit .....

Der Nachbar war ja nie ein feiner. Und er ist die Tratsche des Ortes. Wenn man will, dass ein Gerücht die Runde macht, braucht man es ihm nur erzählen. Aber seit der alt ist, frage ich mich, ob er nicht schon eventuell ein bissl durchgeknallt ist.

Seine Tagesbeschäftigung ist mittlerweile neben dem Ein- und Ausfahren in und aus seiner Garage (mit Garagentor und Gartentor zuhauen) das Spielen mit dem Hund, worauf sich das darauf beschränkt, den Köter aufzuhetzen, damit er ja bereits vor 7 Uhr morgens zu keifen beginnt. Und das Ganze natürlich mit einem minütlichen Blick zu unserem Schlafzimmerfenster - ob wir eh alles hören und nicht schon vielleicht genervt sind .....

Die anderen beiden Nachbarn sind mit dem Umbau ihrer Liegenschaften beschäftigt. Der eine hält seine Tätigkeiten am Wochenende ab, weil er berufstätig ist, der andere am Wochenende, weil er ja in der Pension ist. Aber wehe früher hätte jemand unter der Woche draußen Krach gemacht, da wär demjenigen die Ehefrau des Nachbarns fest drüber gefahren. Aber wenn man alt ist, ist alles anders. Da meint man dann, alles tun zu können. Aber vielleicht ist es ja nur deswegen, damit man zeigen kann, dass man noch was draufhat. Meine Eltern haben auch so angefangen, es ist ein unerbitterliches Zeichen dafür, dass man schon etwas weich in der Birne ist.

Mittlerweile glaube ich aber zu wissen, dass der Grund für die Bautätigkeiten am Wochenende ein anderer ist, nämlich die Beschäftigung von Schwarzarbeitern ...

Keine Kommentare: