Samstag, 30. Juni 2012

HEISS !!!!

Das Wetter ist heiss!
Und heut hab ich eine echt heisse Location entdeckt, während dem Fotografieren für einen Event. Eine Hochzeit in der drittnächsten Ortschaft hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Eine Scheune, schaut mal:

    

Und das links war am Nachhauseweg, nicht nur die Location ist toll, auch die Gegend.....


Freitag, 29. Juni 2012

Arbeit und Freizeit

Das "Gehäuse" in dem ich einen Großteil meiner Jugend verbracht habe, das - seit ich erwachsen bin - an fremde Leute verpachtet war, genau das "Gehäuse" dürfen wir seit einer Woche "unser Eigen" nennen. "Unser Eigen" ist etwas zuviel gesagt, wir dürfen hausen. Es geht um den See, um das Reststück, das meine Eltern nicht nutzen. Auf dem ein so genanntes Mobilheim steht und eben das dürfen wir endlich haben. Wir (die A. und ich) haben mal begonnen, es etwas wohnlicher zu gestalten. Wobei meine A. ein Wahnsinn ist, sie hat den Großteil übernommen, zu putzen begonnen und seit gestern auch zu streichen. In einem Grünton.





So hats angefangen, das war der Ursprung. Veränderungen werden festgehalten.

Ich hab wenig gemacht, war auch vom Arbeiten arg müd...... (was aber keine Entschuldigung darstellt, hab ich gehört :P)

Donnerstag, 28. Juni 2012

Kurz, aber lustig ....

Das Wetter ist herrlichst, die wöchentliche Arbeit seit 15 Uhr beendet, der See war erfrischend und nun hängen mir Urlaubsgedanken im Kopf herum, die wohl noch eine Weile auf Durchführung warten müssen. Zuerst muss der Sommer zum Geldscheffeln herhalten, damit dann ein wenig Erholung in vielleicht warmen Gefilden angegangen werden kann.

Um es mit den Worten eines Schützlings zu sagen, am liebsten wäre mir ein Urlaub in einem 5-Steine-Hotel in Griechenland, haha!

(Wobei der geneigte Leser aber schön langsam wissen wird, dass ich nicht unbedingt auf sowas steh, sondern eher auf ein ruhiges lauschiges Frühstückspensiönchen ohne AI, ohne viel Touristen und vor allem ohne Animateure. Ein menschenleerer Strand steht ebenfalls auf meiner Wunschliste. Und das alles finde ich auf Rhodos, wie immer ^^)

Mittwoch, 27. Juni 2012

Deutsche Sprache, schwere Sprache

Täglich passieren lustige Sachen, die muss ich notieren und mir merken - warum nicht hier?

Wochenlang hab ich mich abgemüht und versucht, einem Mann das Ü und das Ö rüberzubringen, es kam immer nur ein U und ein O. Welche Beispiele ich auch brachte, es war sinnlos. Meine Paradeworte waren bis jetzt immer "Österreich" und "Türe" oder gar ein "über die österreichischen Berge" - niente! Nachdem der Mann aber Englischdolmetsch ist, habe ichs zB mit "burning" probiert. Was kam raus? Klar: "borning". Nach 7 Wochen hab ichs aufgegeben, er hat aber trotzdem die erste Prüfung geschafft, also was solls.

Einen halben Tag lang habe ich einer Frau das gleiche erklärt, genau bis zu dem Zeitpunkt, als eine Kollegin hereinkam. Ich bat sie um Tipps. Alle Versuche scheiterten, bis die Frau plötzlich einen Satz sagte, in dem "können das die Türken" enthalten war. Sie sagte es übergangslos nicht mit O und U sondern mit Ö und Ü. Wo hatte sie das plötzlich her?

Kollegen haben ähnliche Probleme, da kommen zB bei "ich höre, du hörst ...." auch keine Ö´s sondern "ich hure, du hurst".

Heute war ein Dialog zu führen, ein Einkauf in einem Blumengeschäft zu konstruieren. Vorher hatten wir noch ein paar wichtige Inhalte abgeklärt. Den Preis des verlangten Straußes, Blumenart, ob man Schleierkraut oder Grünes zu den Blumen geben soll - und eben die Stichworte "Zellophan oder Papier" für die Verpackung. Das kam dabei raus:

Gegenseitige Begrüßung und die Frage, was das Begehr sei.
"Ich hätte gerne einen schönen Strauß für einen festlichen Anlass."
"Möchte sie Zellophan oder Papier?"
(Hä?) "Sollten wir nicht vielleicht zuerst die Blumen festlegen?"
"Ok." (Funkstille)
"Zu welchen Blumen würden sie denn raten?"
"Wir haben Rosen." (Nur Rosen?)
"In welchen Farben denn?"
"Lila." (Nur lila?)
"Gut, dann nehme ich die."
"Möchte sie Zellophan oder Papier?" 
"Vielleicht einigen wir uns auf Schleierkraut?"
"Ja gut, aber möchte sie Zellophan oder Papier?" 
"Ich glaube wir sollten zuerst noch den Preis besprechen."
"Was möchten sie bezahle?"
"Ich habe da so an 30 Euro gedacht."
"Ok, aber möchte sie Zellophan oder Papier?"
"Machen sie doch bitte zuerst mal den Strauß!"
. . .
"Bitte sehr, aber möchte sie Zellophan oder Papier?" 

Dann lagen wir schon fast alle vor Lachen unterm Tisch. Wir zwei Trainer und der Großteil der acht anderen Teilnehmer.

Und wisst ihr, was ein gemischtes Kind ist? Genau: ein sogenanntes Mischlingskind war gemeint. Mutter blonde, ganz hellhäutige Österreicherin, Vater ein Schwarzafrikaner :-)

Auch mir ist im Anschluß an das ganze Wirrwarr noch etwas passiert. Da gibt es eine, deren Vorname mit D beginnt und deren Nachname "Ö.n.e.r" lautet. Bei der Anrede meiner Schützlinge verwende ich immer den Vornamen. Und heute hab ich mich während der Durchsicht der Lebensläufe kurz umgedreht, sie was fragen wollen. Und habe zu ihr "Döner" gesagt. Mann, was war mir das vielleicht peinlich, aber es gab wieder lauthalses Gelächter.

Dienstag, 26. Juni 2012

Die Polizei, dein "Freund und Helfer"

Gestern noch habe ich drei Stellen angeschrieben, bevor ich mich ans Facebooklöschen machen wollte. Unter anderem auch die Kripo, habe den Sachverhalt erklärt und auch, dass ich den bewussten Herrn auf Facebook löschen und blockieren werde, dass ich kein Geld überweisen und den Kontakt abbrechen werde.

Heute haben die zurück geschrieben. Der Inhalt des Mails lautete  
"...Sie sollten den Kontakt zu dieser Person abbrechen, keine persönlichen Daten bekannt geben und keinesfalls Geld transferieren. Sehr wahrscheinlich verwendet die Person Mailadressen die keine Rückschlüsse zulassen und werden angegebene Daten zur Person vermutlich auch nicht den Tatsachen entsprechen.
Sollten Sie jedoch Opfer/Geschädigte durch eine strafbare Handlung geworden sein, so erstatten Sie bitte Anzeige bei Ihrer nächsten Polizeidienststelle.
MfG Bundeskriminalamt"


Worauf ich frech zurückschreiben musste  
"Liebes Bundeskriminalamt (da die Signatur nicht mehr Info enthält, kann ich Sie auch nicht anders anschreiben), 
die Tipps, die sie da geben, sind relativ wertlos für mich. Ich bin IT-Dienstleisterin und weiß eigentlich genau, wie ich mich verhalten muss. Dass ich kein Geld transferieren werde, habe ich bereits in meiner Nachricht geschrieben. Ich verstehe nicht ganz, warum man da nichts unternehmen kann. Ich bin zwar nicht in die Falle getappt, aber ich denke es werden sich sicherlich einige Frauen finden, die da reinfallen. Aber es ist anscheinend wie immer, zuerst muss was passieren, damit was unternommen wird. Und ich dachte immer, die Polizei arbeitet präventiv.
Ich werd das ganze einer Zeitung übergeben, vielleicht sind die mehr interessiert, vor allem auch am Desinteresse unserer Polizei, die nur vorgefasste 08-15-Mails verschickt.
MfG"


Immerhin habe ich eine Adresse, zu der ich das Geld schicken soll und einen Verweis zu Western Union - also irgendwie müssten sie den beim Abholen der Moneten doch fassen können?

Die Polizei, dein Freund und Helfer, DA WERDEN SIE GEHOLFEN  :P

Montag, 25. Juni 2012

Warnung vor Francois


Vor ein paar Wochen hat mich ein Mann namens Francois Leduc auf Facebook geaddet, er hatte ein paar recht ansehnliche Fotos in den Alben, was mich aber leicht stutzig machte, war meine Vermutung, dass das nicht die Bilder von einem Mann sein können, sondern dass das mindestens zwei sich ähnlich sehende Männer, noch dazu verschiedenen Alters sind. Vor ein paar Tagen hat er allerdings ein paar Fotos gelöscht und ich hatte sie mir nicht gespeichert. Das links ist der karge Rest.



Er schrieb recht nett, fand mein Foto fesch und da war dann schon der zweite Argwohn - ich habe mein Profil so eingestellt, dass man nicht einmal das Profilfoto sehen kann. Als ich seine französische Nachricht per Google übersetzen ließ, kam leichtes Wirrwarr heraus, was mich wieder zu der Annahme brachte, dass der Urtext bereits von einer anderen Sprache ins Französische übersetzt worden war. Dem Profil nach ist er Franzose (wahrscheinlich noch dazu ein nicht hellhäutiger), der in A*b*i*d*j*a*n lebt, da hätte er seine Firma. Seltsam, oder?

Adlerauge Oberansicht war also wachsam, weil immer wieder nach faulen Eiern Ausschau gehalten wird. Nach zwei Wochen schrieb er mir schon, dass er sich in mich verliebt (!) hatte, mich sogar sehr lieben würde. Egal was ich dagegen hielt, er blieb dabei. Er schrieb einmal täglich und ich wunderte mich nur mehr, hielt mich aber zurück, denn am liebsten hätte ich ihn gleich gelöscht. Aber die Neugier ist halt ein Hund, wie man so schön sagt. Am Freitag kam eine Nachricht, dass er krank sei, aber dennoch seine Gedanken bei mir wären, qua qua qua. Ich wünschte ihm noch baldige Besserung und dachte, dass er eine Weile brauchen würde, mir wieder zu schreiben, weil er grad eine andere feste anbraten muss.

Und siehe da, heute kam eine Nachricht, die poste ich mal hier, es ist zum Schreien komisch. Ich hab ja gleich gewusst, dass mit dem was nicht stimmt.

Nun warte ich mal sehnsüchtig auf die Bekanntgabe einer Kontonummer, dann sollte ich ihn haben, der wird doch dann auszuforschen sein. Und falls er wider Erwarten das Geld per Post geschickt haben möchte, dann mach ich das. Allerdings wird im Paket kein schnöder Mammon drin sein, sondern schlicht und einfach HUNDESCHEISSE.

Ich lach mich krumm und dämlich,  bitte für wie blöd hält der mich?




PS: Die Antwort mit seiner Adresse kam übrigens postwendend!

PPS: Wenn man den Namen googelt, bringt das 3.930.000 Einträge ......

Sonntag, 24. Juni 2012

Ausbeute!

Blumen aus dem schönen Strauß, den ich bekommen habe, Blumen aus dem Garten und unser Stilleben. Zwischendurch ein Bild von mir, wer findets?
       

Ich hab ein Loch im Bauuuuuch!

Verhungern ist angesagt. Warum ich im Normalfall jetzt weniger Hunger habe, entzieht sich meiner Kenntnis. Frühstück, das immer so wichtig für mich war, lasse ich fast immer aus. An den Wochentagen stehe ich um 5.30 Uhr auf, verspüre allerdings erst um 10 herum Hunger. An den Wochenenden komme ich um 15.00 Uhr drauf, dass ich noch keinen Bissen in mir hab. Allerdings schon jede Menge Kaffee. Seit März hab ich nun 8 Kilo weg, trotz dazwischen liegender Fressphasen. Und noch immer ist genug von mir da .... *fg

ABER JETZT! JETZT HAB ICH SOOO HUNGER!

Samstag, 23. Juni 2012

Neues von der Singlefront

Manches ist verwunderlich. So zB die Vorgangsweisen mancher Männer.

Erst war da einer vor vier Wochen, der mich anrief, obwohl er in Kroatien war. Der es sich nicht nehmen ließ, mich zwei Tage von dort mehrmals am Tag anzurufen, um mir zu sagen, dass er mich unbedingt kennen lernen muss, es allerdings noch eine Woche dauern würde, bis es soweit wäre. Die Woche ging um, ich hab nie wieder was von ihm gehört.

Vor zwei Wochen war da noch einer, mit dem ich am Montag und am Dienstag telefonierte und mit dem ich ein geplantes Date an darauffolgenden Freitag haben sollte. "Rufen wir uns am Donnerstag zusammen, um den genauen Treffpunkt zu vereinbaren." Er rief nicht an, ich schickte am Freitagmorgen ein SMS, ob es dabei bleiben würde, worauf er zurückschrieb, "Ja, ich freue mich schon, darf ich mich um ca. 14 Uhr wieder melden, ich bin noch geschäftlich unterwegs." 14 Uhr ging vorbei, ich hab nie wieder was von ihm gehört - naja, er hat ja auch den Tag nicht dazu geschrieben ;-)

Dann war da vor einer Woche einer, mit dem ich noch in der ersten Nacht nach unserem Mailkontakt drei Stunden telefonierte. Zuvor addeten wir uns bei MSN und auf Facebook. Eigentlich wollte er, dass ich mich gleich mit ihm treffen soll - himmelherrgott, es war drei Uhr früh! Für den nächsten Tag war eine Verabredung geplant, ich solle mich einfach melden "It´s up to you". Er hob das Telefon nicht ab, schrieb mir nach drei Stunden eine SMS mit dem Inhalt, dass er einen Dienst im Krankenhaus hätte übernehmen müssen, achja der war Arzt. Abends meldete er sich nochmal per SMS, dass er ab 21 Uhr zu Hause wäre und auf meinen Anruf warten würde. Dann hob er nicht ab, als ich um 23 Uhr nach Haus kam (na ich hab mir dann Zeit gelassen ... *gg), war er auf Facebook weg und bei MSN auch.

Dann heut der dritte, mit dem ich eine Woche lang Mails getauscht hatte. Nicht mal ein Foto wollte er! Also ein Blind Date und er hat noch festgestellt, dass wir von einander fast nichts wissen, "aber wie sollen wir von uns etwas erfahren wenn wir nicht uns nicht treffen. was haben wir schon zu verlieren, wenns nicht passt, haben wir uns wenigstens gut unterhalten". Treffen heute für 17 Uhr vereinbart, ich fahr hin, kein Mensch da, 10 Minuten hab ich ihm gegeben und dann war ich wieder weg. Seitdem? Richtig: nix mehr gehört.

Mit allen (bis auf den Arzt) habe ich tagelang hin und her gemailt. Warum tun sich Männer das an? Ich komme mir vor wie in der Zeitfressmaschine, mah das sind doch alles leere Kilometer. Wozu so viel Zeit vergeuden, wenn dann kein Ton mehr kommt? Ich glaub ich bin im falschen Film.

Freitag, 22. Juni 2012

Sehr schön!

Seit März liefen die Planungen für eine Veranstaltung in einem wunderschönen Wasserschloss hier in meiner Gegend. Der überdachte Innenhof des Schlosses hat heute uns gehört, ein echt schöner Rahmen!. Alles ist gut gegangen, ich wurde sehr gelobt, weil ich die ganze Arbeit hatte. Ein bissl stolz bin ich schon, dass alles so gut geklappt hat. Von den ca. 125 Angemeldeten sind dann auch immerhin 90 gekommen.


Was ich aber noch immer nicht verstehen kann - warum meldet man sich für eine Veranstaltung an und kommt dann nicht? Sagt nicht mal ab? Es war immerhin eine Veranstaltung mit Catering.....

Mittwoch, 20. Juni 2012

blubb

Während ich so vor mich hintranspiriere, versuche ich die von diversen Menschen abgegebenen Statements zu verarbeiten. Während zB Leute aus Polen, Serbien, Kroatien, Bosnien, Ungarn, Afghanistan und auch Tschetschenien der Ansicht sind, dass man sich trotz divergierender Religion doch dem Land und der Kultur anpassen muss und vor allem das Erlernen der im Lande üblichen Sprache das Wichtigste ist, scheinen türkischstämmige Menschen nicht dieser Ansicht zu sein. Im Gegenteil. Wir sollen uns anpassen.

Sie können weder grüßen - nicht mal wenn sie den Raum betreten, in dem schon acht andere sitzen - noch gehen sie respektvoll mit anderen um. Wenn sie vor einem am Gang im Schneckentempo (klar ist ihnen heiß, sie sind ja angezogen wie im Winter!) vor sich hinlatschen, kennen sie genausowenig Achtung im Rechtsverkehr (sie brauchen allen Platz der Welt), wie auch im Vortritt. Wie Dampfwalzen bewegen sie sich, einer Frau (nicht mal der Respektsperson Lehrerin) braucht man weder auszuweichen, noch ihr den Vortritt lassen. Türe aufhalten? Never!

Klar dass das Thema Werte eins für mich ist. Heute war das eben angesagt. Begrüßungsforme(l)n in Österreich (ja, auch das Servas und das Pfirtdi waren dabei!) stoßen auf Unverständnis. Und dann auch noch die Regel Frau vor Mann, Vorgesetzter vor Beschäftigtem. Wie erfrischend war da meine Gruppe am Nachmittag, die ich nur zur Vertretung genießen durfte. Es war fast schon philosophisch, was da abging. Die haben alles verstanden, einiges wurde in Frage gestell und diskutiert. Meine Wunschtruppe, die demnächst vom Unterricht ins Sprachtraining (also bitte wunschgemäß zu mir!) wechseln wird.

Zwei kleine Details:
Heute war ein Mann in meiner Obhut, der schon 20 Jahre in Österreich lebt, mir aber weder auf die Frage "Woher kommen sie?" noch auf die "Wie heißen sie?" antworten konnte. Klar ist er österreichischer Staatsbürger - bitte wie geht das?
Und dann war noch der, der mich erinnern wollte, dass wir ein Feedback machen wollte und stattdessen Fickback sagte (das war schon der zweite, der genau den gleichen Versprecher sagte, haha)

ES MACHT MIR SOOOO SPASS!

Das Lied des Tages ist HIER zu finden!

Dienstag, 19. Juni 2012

Behindert!

Die Geschichte vom Rollstuhlfahrer

Ein Mail trudelt ins Haus, mit einem Foto eines recht feschen Herrn, der ein Kennenlernen herbeiführen möchte. Obs stört, dass er im Rollstuhl sitzt? Ich schreibe zurück und verneine.

Ab da beginnt ein spannender Mailverkehr, jeder erzählt über Tage und Wochen alles mögliche von sich selbst, berichtet vom Beruf, von der Arbeit, den Hobbys, den Befindlichkeiten. Und dann kommt der Tag, an dem er schreibt, dass er mich sofort sehen muss, am gleichen Tag noch bitte, die Zeit wäre reif. Ich erkundige mich, wie mobil er ist, wie er denn zu einem Treffpunkt fahren würde, wie das weiter gehen soll.

Er schreibt zurück, er würde nirgendwohin fahren, denn ich solle ihn besuchen. Er hätte eine ruhige, lauschige Wohnung in Wien, die Wohnungstüre würde er angelehnt lassen. In der Wohnung wäre dann alles verdunkelt, warmes Kerzenlicht aus unzähligen Gefäßen und Gläsern, der Weg ins Wohnzimmer gesäumt von Teelichtern.

Und jetzt kommts!

Im Wohnzimmer soll ich mich dann splitterfasernackt entkleiden und zu ihm ins Schlafzimmer kommen. Das ist seine Vorstellung für ein Kennenlernen? Besser er bestellt sich eine käufliche Dame, die macht das sicher. Ich sicher nicht.

Meine Gedanken drehen sich im Kreis, malen sich das Szenario aus.
Was, wenn er am Ende gar nicht im Rollstuhl sitzt?
Oder er gar nicht der ist, dessen Foto er mir geschickt hat?
Wenn er aussieht wie der Leibhaftige?
Dann würde ich splitterfaserundsoweiter da stehn und blöd schauen, haha!
Oder was, wenn er einfach nur ein BDSM-Anhänger ist, mich ans Bett fesseln will, damit er seine Spielchen mit mir spielen kann?
Oder vielleicht gar ein Frauenmörder?

:-(((((

Man sollte einfach nicht die alten Mails lesen, die man vor über einem Jahr bekommen hat. Sie stimmen mich noch immer sehr traurig, Mister L., D., Di.M. usw. Fällt mir nicht leicht, das zuzugeben, ist aber so. Man trifft halt nicht oft im Leben auf das, was man mag, braucht und will.

Ich lass das Lied von damals jetzt mal bewusst weg, poste ein anderes, das zwar auch nicht so-oo passt (aber irgendwie schon), aber was solls ("so lange ich mich erinnern kann, fängt das Wünschen immer wieder von vorne an"):

Montag, 18. Juni 2012

Heiß, heißer am heißesten!

So herrlich diese Temperaturen am Wochenende waren, so unmöglich sind sie, wenn man arbeiten muss. Hier hats gefühlte 40 Grad. Gehirnerweichung ist angesagt, nicht nur bei mir. Vormittags bereitete mir allein schon die Erklärung des Wortes "Erholung" Schwierigkeiten. Aber meinen Schülern gehts nicht anders, ich könnt sie heut faschieren, sie verstehen gar nichts.

Eine ist schon seit Tagen nicht mehr erschienen, die andere kommt eine dreiviertel Stunde vor Kursschluss (dauert tägliche vier Stunden, beginnt um 8.30 h und endet um 12.30 h). Kugelschreiber hat fast keiner mit, obwohl sie wissen, dass man ihn braucht. Einer hat seine Unterlagen verschusselt - eine viertel Stunde nachdem ich sie ausgeteilt hatte. Was hat er dann getan? Sich einfach einen Test aus meiner Mappe gegrapscht. Klar, dass er den falschen erwischt hat und daher die Lösungen andere waren.

Alle sind wegen der Hitze etwas wuggi, das konnte ich schon beim Herfahren bemerken. Auf der vierspurigen Autobahn gabs Stau und brave Autofahrer bildeten die Rettungsgasse. Mit dem Endergebnis, dass wir plötzlich SECHS Spuren hatten.

Ich glaub, ich brauche Abkühlung ;-)

Samstag, 16. Juni 2012

Erschöpfend

Alles dreht sich, alles bewegt sich. Und für nichts bleibt Zeit, bzw alles strengt mich an. So kommt es mir vor.

30 Stunden in Wien abeiten, 10 noch zu Hause, viel bleibt liegen. Vor allem die Ablage der diversen Kundenbuchhaltungen stapeln sich. Ebenso die Post der letzten Tage. Irgendwie hab ich keine Lust dazu. Der Satz "Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen" schwebt mir im Kopf herum. Es gäbe so viel zu tun. Die vor Wochen angefangene Kellerentrümpelungsaktion hat Stillstand. Die Flohmarktsachen häufen sich und warten darauf, von jemandem geholt und verkauft zu werden. Die Schuhe im Vorzimmer, täglich in die Ecke geschleudert, habe ich soeben wieder verräumt. Die Küche? Die geht so, aufgeräumt wirkt sie, aber sie gehört geputzt. Der Garten? Nicht mal zum Gießen komme ich, besser gesagt, mit fehlt die Lust dazu. Ein Fotoauftrag von letzter Woche wartet auch noch auf Bearbeitung. Hmm.

Und was das schlimmste ist, tagsüber habe ich so viele Ideen zum Bloggen, abends sind sie weg oder ich kann sie nicht in Worte kleiden.

Freitag, 15. Juni 2012

Mittwoch, 13. Juni 2012

Oldies Part ?

Heute wurde meine Mutter völlig überraschend aus dem Krankenhaus entlassen, nur mit einer kleinen gestrigen Vorwarnung, dass es e.ven.tuell heut der Fall sein könnte. Sie wollten sie loswerden, meinte der Papa und er meinte auch, dass die Mama nur nach Hause will, weil sie im Krankenhaus keinen Fernseher hat. So ein Blödsinn, sie wollte ja noch gar nicht richtig, sie meinte selbst, dass sie noch viel zu schwach sei. Und der Papa fragte sich und mich auch noch, was er daheim mit der Mama machen soll. Er kann sie daheim nicht brauchen, sehr nett. Ich vermute, dass an dieser Aussage die Fussball-EM schuld sein könnte.

Jedenfalls hat er sie geholt und statt zu fragen, ob sie weiterhin Medikamente nehmen muss, hat er sie und den Arztbrief geschnappt und ist mit ihr heim gefahren. Als ich um 18 Uhr mit dem Essen auf Rädern (ja, ich habe vorgekocht und zwar Gemüsesuppe, Pastasauce und Rindschnitzel) hinkomme, hat die Mama kein einziges Pulverl genommen, naja die vom Krankenhaus haben doch nichts gesaaaaaagt. Ich rufe an und höre, dass eh alles im Arztbrief steht, dass sie das aber Leuten mit über 80 extra sagen müssen, hmm, davon war keine Rede. Also kurz vor 19 Uhr gehts auf in die Nachtapotheke.

Zuvor ärgere ich mich noch über den Papa, weil er mir wieder einmal lang und breit erzählen muss, wo er im Krankenhaus geparkt hat - das ist tägliches Thema bei ihm und täglich erwiderte ich, dass es wichtigeres zu reden gibt. Auch heute sage ich das. Und auch, dass er mir das immer wieder erzählt und das nicht relevant ist. Antwort: "Und wenn ich es noch 10 Mal sage, ist es auch scheißegal" - na nett!

Dann gibts noch Diskussionen, was ich vom mitgebrachten Essen einfrieren soll und was morgen gegessen wird. Sie einigen sich auf die Rindschnitzln, weil Spaghettis noch nichts sind für die Mama nach dem Darmvirus. Nudeln oder Kartoffeln schaffen sie angeblich selbst zu kochen.

Krönender Abschluß sind die Berichte über die Fußball-EM, welche uns nicht im geringsten interessieren und die Mitteilung, dass demnächst die Bempatsch nach Wien kommt. Häh bitte welche Bempatsch? Na die Pamela Bempatsch, na bitte wen meint er? Ich kenn die nicht und die A. auch nicht. Worauf ich den folgenden Satz um die Ohren geschleudert bekomme: "Wo lebst du denn? Sowas weltfremdes wie dich gibts kein zweites Mal. Wie kann ein Mensch nur derart uninteressiert an der Umwelt sein?" - Von uns gibts keine Antwort mehr.

Im Auto fällt es uns wie Schuppen aus den Haaren. A. meint, Bempatsch könnte Baywatch heißen und die Pamela eben Anderson. OH MEIN GOTT!

Dienstag, 12. Juni 2012

Staunen und Erstaunen

Ich bin am Lernen. Es geht um fremde Länder und vor allem um fremde Sitten. Um verschiedenste Kulturen, Gebräuche, Lebensweisen, Religionen.

Und auch die Gegenseite hat viel zu lernen. Männer sollten den Frauen bei schmalen Durchgängen den Vortritt lassen, ihnen die Türe aufhalten, zuerst grüßen. Das klappt aber leider nicht immer, besonders nicht bei den Menschen, die aus dem einen Land stammen deren dritte Belagerung wir gerade erleben.

Dann sind da auch noch kriegerische Männer aus einem östlichen Land, das nahe dem Kaspischen Meer liegt. Dort wird die Ehre hoch gehalten, da kann es schon passieren, dass während einem Streit die Messer tief fliegen. Da werden Frauen auf der Straße ins Auto gezerrt, dann ist man mit ihnen verheiratet, man braucht sich nur noch einen Stempel holen. Hochzeiten werden so abgehalten, dass die Gäste zuerst mit sehr teuren Autos wie verrückt in den Straßen herumfahren, dazwischen aus den Fenstern der Autos Salven aus Kalaschnikows abgefeuert werden. Die eigentliche Feier findet dann in Wohnungen - strikt nach Geschlechtern getrennt - statt. Freundschaften zwischen Männern und Frauen gibts da nicht, Begrüßungen mit Bussilinks und Bussirechts schon gar nicht, da fängt wieder das Messerwerfen an.

Vier Frauen hat der moslemische Mann, meine Frage wieviel Männer eine Frau haben darf, bringt schieres Entsetzen an den Tag - wie kann man nur, alleine schon die Frage ist verwerflich. Essensfotos werden gezeigt - dank Internet kann man Speisen aus allen Ländern finden. Mehr oder weniger grausliches kommt an den Tag. Hendlteile, die in Fettaugen schwimmen, dazu undefinierbare Beilagen, zum Beispiel aus einer Art Polentamasse hergestellte Nockerln bzw. Knödl.

Da müssma durch! xD

Montag, 11. Juni 2012

Florales

... vom Sonntag. Die Mohnblumen wollte ich seit Tagen fotografieren, nun sind sie weg und nur mehr ein paar säumen den Wegesrand. Wie bei DEM Wetter, das wir hier gerade haben, die Rosen überhaupt aufblühen konnten und nun schon wieder hinweg sind, wundert mich etwas. Ich für mich hab ja nicht mal noch die Blumengschirrln befüllen können, die armen Bleamln wären ja förmlich ersoffen ....



Sonntag, 10. Juni 2012

Eure Scheußlichkeit

Gestern beim Herumfahren habe ich in Ebreichsdorf diese Häuser entdeckt. Ich glaube, es waren fünf an der Zahl, schön aneinander gereiht, ein einziges schien nur bezogen. Kein Wunder, diesen Farb- und Stilmix finde ich einfach nur scheußlich. Da nützen auch die netten griechischen Säulen nix, an denen allerdings auch schon der Rost herunter läuft. Die Umgebung ist auch nicht sehr einladend, vor allem das gelbe Haus ist ja auch grauslichst. Der kleine Pavillon allerdings, der hat mir schon gefallen.

Samstag, 9. Juni 2012

Mit Herzaln

Ich werds zwar nie wieder tun, aber SO könnt ich mir die Unmöglichkeit vorstellen - mah so eine super Location in Oberwaltersdorf:



Styling by Margit Roschmann - ich lieeeebe sie!

Freitag, 8. Juni 2012

Schleissig bin ich!

Mir wird die Woche und vor allem wird mir immer wieder der Tag zu kurz. Dabei wäre Blogspot das einzige Medium, auf das ich in der Firma zugreifen könnte. Aber ich tus nicht. Einzig meine Mails schaue ich mir da einmal am Tage an.

Meine Gedanken kreisen um die Mama, bei der nach dem Darmvirus eine Dehydrierung und ein akutes Nierenversagen festgestellt wurden. Langsam scheint sie auf dem Weg zur Besserung und jetzt beginnen aber die Probleme mit dem Papa, der umhegt werden will. Er braucht Aufmerksamkeit, was sich in diversen Anrufen bemerkbar macht. Mittlerweile ruft er zu allen unmöglichen Tageszeiten an, fragt nach, ob ich ihn angerufen habe, teilt mir seine Streitereien mit dem Nachbarn mit, der heute damit begonnen hat, mein an der Grundstücksgrenze stehendes Elternhaus anzubohren, weil er anscheinend da eine Hütte anbauen will. Na das kanns ja nicht sein. Aber anstatt ihm mit sachlichen Argumenten zu kommen, hat er ihn wild beschimpft. Also soll ich das regeln ...

Und dann muss noch gekocht, gewaschen und gebügelt werden. Wenn ich nun - wie seit Jahren - zu Hause arbeiten würde, wärs ja kein Problem. Aber seit ich wieder anderswo und außer Haus arbeite, geht das nicht mehr so einfach. Und Anrufe, bei denen er mir mitteilt, wo er sich genau beim Krankenhaus eingeparkt hat, oder Anfragen um 16 Uhr, mit der Frage, warum ich ihn nicht besuche (ich arbeite bis 17 Uhr!) gehn gar nicht.

Morgen hab ich noch dazu, zwei Fotoaufträge und ein abendliches Treffen. Na das kann was werden!

Dienstag, 5. Juni 2012

Respekt und Co.

Bei allen meinen Schützlingen hat meine gestrige Standpauke nicht genützt, aber die gestern verspäteten Damen waren heute bereits 10 Minuten vor Kursbeginn im Raum und nicht erst 10 Minuten danach. Der Mann aus dem fernen Osten kam trotzdem auch heute wieder zu spät. Daher gebe ich bekannt, dass ab sofort die versäumten Minuten mitgeschrieben werden, wie das auch alle andern Kollegen von mir machen. Bei Eintreffen nach dem Eintragen in die Anwesenheitsliste oder nach zu spät kommen von mehr als 15 Minuten gibts für Wiederholungstäter einen Tag nicht entschuldigtes Fernbleiben. Maßloses Erstaunen, aber ich starte das sowieso erst mal nur als Versuchsballon. Ich bin ja so eine Nette, ich denke nicht, dass ich das durchziehen werde - aber man kann nie wissen. Normalerweise bin ich ja umgänglich, aber wenn man mich sekkiert ....

Heute ist Lese- und Verständnisstunde angesagt, ich habe einen Text von Barbara Noack mit dem Titel "Das Kind braucht einen Namen" vorbereitet, den sich alle kurz leise durchlesen, bevor nacheinander mit dem Vorlesen begonnen wird. Da kommen schon die ersten Fragen nach der Bedeutung gewisser Wörter, wie hochschwanger, Warzen, nennen, eigentlich, bloß - das sind die Unbekannten. Kein Mensch wollte wissen, was beifallheischend, anonym, Arztroman, Untermiete, das "gehobene Britische" bedeutet.

Und dann stelle ich wieder einmal fest, dass Leute aus TR nur Respekt haben wollen, ihn aber auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht bereit sind zu geben. Der Mann aus dem fernen Osten liest nämlich leise mit, während die anderen laut lesen. Das stört die junge Dame so sehr, dass sie ihn andauernd - eigentlich sogar saufrech - maßregelt. Was sie aber nicht verstehen kann, ist dass auch sie zeitweise stört, nämlich dann, wenn sie mit ihrer Freundin laut in ihrer Muttersprache während dem Unterricht tratscht. Dieses Unterhalten in der Muttersprache finde ich sowieso unmöglich, denn unser einziger gemeinsamer Nenner ist eben Deutsch!

Montag, 4. Juni 2012

Was ist denn heut bloß los?

Angefangen hat es schon morgens. Stau auf der A2, was machen die gescheiten Autofahrer? Richtig, sie fahren rechts ran und bilden eine Rettungsgasse. Was machen die Blöden? Richtig, sie bleiben eisern in der Spur und eine will mich sogar in der "neuen" Spur überholen. Aber mit mir nicht, mein Auto hat ein Lenkrad, fast wär mir die Funzn dann hinten links raufgekracht. Gehupt hat sie wie eine Irre und nach ca. 20 Kilometern ist sie draufgekommen, warum ich rechts ran bin. Da hat sie dann plötzlich auch rechts ausgeschert. Und ur viel Abstand war plötzlich, wie wenns ihr peinlich gewesen wäre .....

In der Firma angekommen musste ich mich wiederholt fragen, ob meine Uhr falsch geht. 8:30 h ist Beginn, ein paar Teilnehmer trudeln erst kurz vor 9:00 Uhr ein. Ich klopfe nur auf meine Armbanduhr. Dann - weil ja alle sooo müde sind, zeige ich einen Film. "Mitten ins Herz" mit Hugh Grant und Drew Barrymore und weise darauf hin, dass wir nachher darüber sprechen werden. Dazwischen gibt es eine Pause, der Film wird gestoppt und ich erlaube 15 Minuten, werde um 20 Minuten gebeten, OK ich bin heut gnädig. Doch siehe da, wann kommen zwei Mädels aus der Pause zurück? Nach geschlagenen 40 Minuten, gibts das? Was mich zornig macht und mich zu einem Ordnungsruf bringt. Ich kapier das nicht, die wollen von jedermann nett behandelt werden und legen auf Respekt den größten Wert. Nur von ihnen kommt nichts, gar nichts retour. Ich musste ihnen einfach sagen, dass so eine Vorgangsweise unfair den andern gegenüber ist und dass sie einen nicht entschuldigten Tag eingetragen bekommen, wenn das nochmal vorkommt.Oder soll ich sie nachsitzen lassen? *hrhr

Während der Film läuft (den ich sowieso in- und auswendig kenne) versuche ich die Teilnehmerlisten auf Vordermann zu kriegen, das Seminarbuch zu schreiben und die Mails abzurufen. Zuerst spinnt es gewaltig und plötzlich ist mein Profil weg, na SUPER!

Nach dem Film beginne ich eine Fragerunde, hier gibts schließlich Deutsch-Sprachtraining und die sollen gefälligst r.e.d.e.n! Meine liebste, weil redefreudigste und intelligenteste Teilnehmerin ist heute nicht da und von den andern neun ist kein einziger im Stande, den Inhalt des Films wiederzugeben. Bitte haben die geschlafen, oder woran liegt das?

Gut, dann Themenwechsel. "Was nehme ich auf eine Reise in den Süden mit, was packe ich in meinen Koffer?" Der Mann, der sonst so wenig spricht, ratscht sofort "Reisepass und Visum" runter, die stille Frau S. reicht ein "Geld" nach. Aber dann ist wieder Stille. Ich helfe nach und weise darauf hin, dass man ja zB Sachen zum Baden gehen brauchen könnte. Plötzlich schreit einer "Bikini" und dann ist es wieder ruhig. Ich helfe wieder nach "Was tragen denn Frauen noch, vielleicht ältere oder etwas stärkere?" - haha: "Badekleid" kommt, ich glaub ich bin im falschen Jahrhundert! "Was tragen denn Männer?" da kommt die Antwort "Shorts" und die Frage, was Männer tragen, das nicht so groß ist, wie eine Short, stürzt alle in ratlose Verwirrung. "Badehose?" das haben sie noch niiiiiiieeee gehört. So geht es munter weiter, bis es 12:15 Uhr ist und ich sie förmlich rausschmeisse.

Der Nachmittag war nicht viel besser. Da fand ich in meiner Liste eine Teilnehmerin, die in einem andern Kurs sitzt und einen Neuen, dens in meiner Liste gar nicht gibt. Alle zusammen suchen sich den gleichen Film wie die Vormittagsgruppe aus und als ich nach einer halben Stunde vom mittlerweile halbwegs funktionierenden Computer hochsehe, schlafen drei Leute tief und fest. Na hallo?

Dann ruft noch der Papa an, sucht nach Worten, ihm fällt das Wort "Antibiotikum" nicht ein, deswegen ruft er mich nach 10 Minuten nochmals an. Mittlerweile hat er aber auch die A. angerufen und bei ihr das Wort auch nicht gefunden. Mama im Krankenhaus ist verwirrt und müde, schickt uns nach 20 Minuten heim, weil sie schlafen will.

Gerade eben habe ich die Gemüsebestände des Elternhaushalts aufgekocht, die ich morgen wieder zurück liefern werde: es gibt Letscho, Gurkengemüse, Gurkensalat und Spargelsuppe - kann man ja auch einfrieren, das Zeug. Bratwürstl oder sowas darf sich der Papa selbst dazu machen. Mahlzeit, ich glaub ich hol uns eine Hendl-Box vom Maci, Gemüse kann ich heut keins mehr sehen :P

Etwas verwaist ...

.. ist es hier gerade, ich hab grad ein bissl wenig Zeit. Aber die letzte Woche war ereignisreich.

Mittwoch und Donnerstag verliefen gut, wobei mir die neue Ganztagsarbeit doch etwas zu schaffen machte. Dass dann an zwei Tagen ein leichter Shoppingmarathon angesagt war, tat meinen Beinen nicht unbedingt gut. Dafür habe ich jetzt einen neuen Bikini und sonst nix. Früh schlafen gehen war angesagt, weil auch früh aufgestanden werden muss. Für eine Nachteule wie mich kein leichtes Unterfangen.

Freitags habe ich dann bemerkt, dass es meiner Mutter wieder mal nicht gut geht, sie sieht etwas angegriffen aus, liegt im Bett, behauptet aber, dass alles in Ordnun sei. Erst nach einer halben Stunde eindringlicher Fragen gibt sie zu, dass sie einen Darmvirus erwischt hat, auch bereits beim Arzt war und ein Mittel zum Erholen der Darmflora bekommen hat (mehr nicht?). Abends stand ein Heurigenbesuch an, bei dem ich eine Freundin traf, die ich schon mehr als lange nicht mehr gesehen hatte.

Der Samstag war etwas seltsam. Der war geteilt in Aufräumen, Partyoutfit für die A. vorbereiten, Einkaufen, Karottensuppe kochen, Bananen zerquetschen für die Mama und leichter Verzettelung meinerseits. Da war dann regelrechtes Chaos angesagt. Ursprünglich war ein Seminar geplant, das ich aber dann gestern schon abgesagt hatte, ich war eine Veranstaltung fotografieren und bin ins Schleudern gekommen. Erst der vierte Zigarettenautomat schluckte meinen Fünfer, erst der dritte Bankomat war in Betrieb. Und dann gings nach M. zu einer Veranstaltung, leider hatte ich das Navi nicht im Auto und so irrte ich leicht in der Gegend herum. Wie glücklich war ich, als ich dann endlich den Park entdeckte, in dem Zelte, Schirme und Tische standen. Fehlanzeige, ich fühlte mich wie im falschen Film. Nach einem Telefonat wusste ich, dass ich restlos daneben war. Nach erneutem Herumkutschieren fand ich dann nahe dem Ort, an dem ich das Fest vermutete, einen tollen Parkplatz, sah auch schon in einer Seitenstraße Zelte und Schirme. Und Tische. Nur war ich da wieder falsch (bitte wieviele Feste haben die da in dem Ort?), ging weiter, nach einer dreiviertel Stunde und gefühlten 50 Kilometern hatte ich dann die richtige Party gefunden. Dementsprechend aufgelöst kam ich an.

Das Fest war jedenfalls super, ich habe viele nette Leute wieder getroffen, viele neue Leute kennen gelernt, drei Exen getroffen, wobei eines dieser drei Treffen etwas peinlich war. Genau der eine saß nämlich auf meinem Platz, bei meinen Freunden am Tisch, also hab ich mich woanders niedergelassen. Aber es war ihm nicht zu peinlich, zu mir hinzukommen, mir die Hand zu schütteln und sich an meinen Tisch (ich saß dann bei meinem Exmann) zu setzen. Und wie ich dann aufstand, meinte er, ein Gespräch mit mir beginnen zu müssen. Netter Dialog. "Na, wie gehts dir denn?" - "Danke gut." - "Ich hab auf Facebook gelesen, dass du so viel abgenommen hast." - "Ja." - Letzteres war mein letztes Wort, ich drehte mich um und ließ ihn einfach stehen. Muss ich das Bedürfnis verspüren, mit ihm zu reden?

Die Nacht war jedenfalls lang, ich fand erst nach dem Freiluftdiscobesuch um fünf ins Bett, wurde um halb neun von meinem Vater geweckt, der mir mitteilte, dass es meiner Mutter noch viel schlechter geht. Notarzt, Rettung, Krankenhauseinlieferung. Schlußendlich war ich nachmittags dann so müde und geschafft, dass ich nicht einmal mehr einschlafen konnte und Fotos zu bearbeiten begann. Das war die letzte Woche, das wars Wochenende.