Sonntag, 15. August 2010

Denken, schreiben usw.

Manchmal brauchen die Gedanken Zeit, um zu einer Einheit in schriftlicher Form zu wachsen. Man trägt sie in sich herum, unfertig und angedacht und man muss warten bis sie fertig sind, wie die Mahlzeit, die man begonnen hat zu kochen. Warten muss man, bis ein halbwegs sinnvoller Monolog daraus geworden ist. Ab und zu muss man das Angedachte erst mühevoll freilegen, hin und wieder hüpfen die Worte und Sätze jedoch förmlich aus einem heraus, wie eine Sturzgeburt, genauso unerwartet und verblüffend schnell. Manchmal formuliert man bedenkenlos, es sprudelt nur so heraus. Es gibt aber auch Tage, an denen gar nichts geht. Zum Beispiel wenn man wo unterwegs ist, wo einem Gegend und Menschen so beschäftigen, dass zum Denken im Allgemeinen und für die Übertragung der Worte in die Tastatur keine Zeit mehr ist. Doch nun regnets und ich warte, dass es aufhellt. Punkt.





Gestern war es so schön, der Himmel so blau und es sah aus, wie wenn da oben eine Feder stehen würde. Die Sonne war so stark, dass ich mir so einen Sonnenbrand geholt habe, dass ich es nicht beschreiben kann.

Kommentare:

rain hat gesagt…

Geht mir auch so, das mit dem verworteln der eigenen Gedanken.
Man versucht halt immer, enigermaßen das grobe Geröll von der noch nicht sichtbaren Statue im Inneren des Felsblocks zu befreien (wie MichelAngelo), manchmal langt es sogar noch für den Feinschliff und ein schönes Lackfinish.

Manchmal muss das zu Sagende aber auch lediglich grob behauen raus auf die Gasse, duldet keinen weiteren Aufschub, auch der unausgearbeiteten Ästhetik zum Trotz.

Oberansicht hat gesagt…

danke. besonders für den letzten satz. der tut gut ;-))

LaConsentida hat gesagt…

hier sollte das her: http://www.youtube.com/watch?v=uKx4sVIUlXU